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Gesund und Erholt

Alternative und komplementäre Therapien Redaktion Gesund und Erholt · Stand

Homöopathie bei psychischen Beschwerden: Was Studien zeigen

Inhalt 5 Abschnitte

Homöopathische Mittel werden oft gegen Stress, Ängste, depressive Verstimmungen und Schlafprobleme angeboten. Was Studien dazu zeigen, ist ernüchternd – und wer psychisch belastet ist, sollte deshalb keine Zeit mit Mitteln verlieren, deren Wirkung nicht belegt ist.

Was Homöopathie ist

Die Homöopathie geht auf den Arzt Samuel Hahnemann zurück. Sie beruht auf der Annahme, dass ein Stoff, der bei Gesunden bestimmte Beschwerden auslöst, in stark verdünnter Form ähnliche Beschwerden bei Kranken lindern soll. Die Ausgangsstoffe werden dafür schrittweise verdünnt und verschüttelt („potenziert“). In hohen Potenzen ist rechnerisch kein Molekül des Ausgangsstoffs mehr enthalten.

Was Studien zur Wirksamkeit zeigen

Eine große Meta-Analyse von Shang et al. (2005, The Lancet) verglich Studien zur Homöopathie mit Studien zur konventionellen Medizin. Sie fand nur schwache Hinweise auf eine spezifische Wirkung homöopathischer Mittel; die Autoren halten die klinischen Effekte der Homöopathie für vereinbar mit Placeboeffekten.

Die Helmholtz-Gemeinschaft fasst den Forschungsstand in ihrem Beitrag „Wirkt Homöopathie wirklich?“ (2019) so zusammen: Homöopathische Mittel allein wirken nicht gegen die Beschwerden, gegen die sie empfohlen werden. Dass sich viele Menschen nach der Einnahme besser fühlen, führt der Beitrag nicht auf die Mittel selbst zurück.

Warum das bei psychischen Beschwerden besonders zählt

Angststörungen, Depressionen und anhaltende Schlafstörungen sind gut behandelbar – mit Psychotherapie, je nach Lage auch mit Medikamenten. Wer stattdessen auf Mittel ohne belegte Wirkung setzt, verliert Zeit, in der sich Beschwerden verfestigen können. Das gilt besonders für die Selbstbehandlung ohne ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung.

  • Erste Anlaufstelle: die Hausarztpraxis oder direkt eine psychotherapeutische Sprechstunde. Bei der Terminsuche hilft der Terminservice der Kassenärztlichen Vereinigungen unter 116117.
  • Laufende Behandlung: Wer zusätzlich ein homöopathisches Mittel nehmen möchte, sagt das der Ärztin, dem Arzt oder der Therapeutin – und setzt verordnete Medikamente nicht eigenmächtig ab.
  • In einer Krise: Wenn Sie Suizidgedanken haben, finden Sie rund um die Uhr Hilfe bei der Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123. Der Anruf ist kostenfrei.

Was Sie selbst tun können

Für Bewegung fand eine Metaanalyse einen großen antidepressiven Effekt (Schuch et al., 2016). Eine Behandlung ersetzt sie bei einer Depression nicht. Mehr dazu in unseren Beiträgen zu Laufen und mentaler Gesundheit und zu kreativer Beschäftigung gegen Stress. Wie die gesetzliche Versorgung organisiert ist, erklärt der Beitrag zur Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Häufige Fragen zur Homöopathie bei psychischen Beschwerden

Hilft Homöopathie gegen Stress, Angst oder Depressionen?

Eine Wirkung über den Placeboeffekt hinaus ist nicht belegt. Eine große Meta-Analyse (Shang et al., 2005) hält die klinischen Effekte der Homöopathie für vereinbar mit Placeboeffekten.

Wohin wende ich mich bei psychischen Beschwerden?

An die Hausarztpraxis oder an eine psychotherapeutische Sprechstunde. Bei der Terminsuche hilft der Terminservice der Kassenärztlichen Vereinigungen unter 116117. Bei Suizidgedanken ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei erreichbar: 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123.

Darf ich homöopathische Mittel zusätzlich zu einer Behandlung nehmen?

Sprechen Sie das mit der behandelnden Ärztin, dem Arzt oder der Therapeutin ab, und setzen Sie verordnete Medikamente nicht eigenmächtig ab.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu