Der Zusammenhang von körperlicher Aktivität und psychischer Gesundheit

11.02.2024 17:32 128 mal gelesen Lesezeit: 11 Minuten 0 Kommentare

Thema in Kurzform

  • Körperliche Aktivität kann Stress reduzieren und zur Ausschüttung von Glückshormonen wie Serotonin und Endorphinen führen.
  • Regelmäßige Bewegung verbessert die Schlafqualität und kann somit zu einer besseren psychischen Verfassung beitragen.
  • Sportliche Betätigung erhöht das Selbstwertgefühl und kann präventiv gegen Depressionen wirken.

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Einleitung: Warum körperliche Aktivität und psychische Gesundheit Hand in Hand gehen

Unser physisches Wohlbefinden und die mentale Gesundheit sind nicht nur durch feine Verknüpfungen miteinander verbunden, sie bedingen sich auch gegenseitig. Körperliche Aktivität fördert nicht nur Muskelkraft und Herz-Kreislauf-Funktionen, sondern wirkt sich auch positiv auf unsere psychische Gesundheit aus. Viele Studien bestätigen, dass regelmäßige Bewegung die Stimmung verbessern, Ängste reduzieren und Stress abbauen kann. Doch was macht körperliche Betätigung zu einem solchen Power-Tool für unsere Psyche?

Die Antwort liegt in der Mischung aus komplexen Prozessen, die durch Bewegung im Gehirn ausgelöst werden. Zum einen wird die Ausschüttung von Endorphinen, auch bekannt als Glückshormone, angeregt. Diese sorgen für das sprichwörtliche 'Hochgefühl' nach dem Sport. Zum anderen tragen körperliche Aktivitäten dazu bei, die Balance von Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin zu optimieren, die für ihre Rolle bei der Regulierung von Stimmung und Wohlbefinden bekannt sind.

Ein weiterer bedeutender Faktor ist die Stressreduktion. Durch die gezielte Bewegung wird der Körper in einen Zustand versetzt, in dem er effizienter mit Stress umgehen kann. Das führt zu einer besseren Resilienz gegenüber alltäglichen Herausforderungen und kann psychische Belastungen abmildern. Zudem fördert regelmäßiges Training das Selbstbewusstsein und das Gefühl der Selbstwirksamkeit, was wiederum eine stärkende Wirkung auf die Psyche hat.

Die enge Verzahnung von körperlicher Aktivität und psychischer Gesundheit ist somit unbestreitbar. Doch die Kunst liegt darin, dieses Wissen in einen bewegungsreichen Alltag zu integrieren. Der folgende Artikel wird Schritt für Schritt aufzeigen, wie Bewegung gezielt für die psychische Gesundheit genutzt werden kann, welche Mechanismen dabei eine Rolle spielen und wie jeder Einzelne den Weg zu einem körperlich aktiven und psychisch ausgewogenen Leben finden kann.

Die Wissenschaft hinter der Bewegung: Wie körperliche Aktivität das Gehirn beeinflusst

Die positiven Effekte von regelmäßiger Bewegung auf unsere Psyche lassen sich wissenschaftlich auf verschiedene biologische und physiologische Mechanismen zurückführen. Wenn wir uns körperlich betätigen, setzt unser Gehirn eine Reihe von Botenstoffen frei, die auf vielfältige Weise positive Auswirkungen haben. Besonders interessant ist dabei die Rolle des neuroplastischen Wachstumsfaktors BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor). Dieses Protein unterstützt das Wachstum und die Differenzierung von Neuronen und Synapsen und fördert somit die Plastizität des Gehirns, was zu verbesserten kognitiven Fähigkeiten führen kann.

Darüber hinaus steigert körperliche Betätigung die Durchblutung im ganzen Körper, einschließlich des Gehirns. Diese erhöhte Blutzirkulation transportiert Sauerstoff und Nährstoffe zu den Hirnzellen, was ihre Funktion unterstützt und insgesamt zur Verbesserung der Gehirngesundheit beiträgt. Forschungen zeigen, dass durch regelmäßiges Training bestimmte Areale des Gehirns, die für Gedächtnis und Lernen verantwortlich sind, in ihrer Größe zunehmen können – ein eindrucksvoller Beweis für die direkte Einflussnahme von körperlicher Aktivität auf unser zentrales Nervensystem.

Nicht zu vernachlässigen ist auch die Wirkung auf die Achse zwischen Hypothalamus, Hypophyse und Nebennierenrinde (HPA-Achse), die eine Schlüsselrolle bei der Stressregulation spielt. Regelmäßige körperliche Aktivität trainiert diese Achse gleichsam, was die Reaktionsfähigkeit auf Stress verbessern und das Gleichgewicht stressassoziierter Hormone wie Cortisol besser regulieren hilft. Diese Veränderungen im Hormonhaushalt können dazu beitragen, dass wir stressige Situationen besser bewältigen.

Die Wissenschaft erkennt somit an, dass körperliche Aktivität nicht nur die Muskelkraft stärkt, sondern gleichsam als ein 'Training' für das Gehirn fungiert. Durch das Zusammenspiel von Neurotransmittern, verbesserte Blutzirkulation und Hormonbalance erweist sich Bewegung als ein unverzichtbarer Pfeiler für eine robuste psychische Gesundheit.

Vorteile und Nachteile von Sport für das psychische Wohlbefinden

Pro Contra
Verbessert die Stimmung durch Ausschüttung von Endorphinen Risiko von Übertraining und Erschöpfung
Stärkt das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl Mögliche soziale Isolation, wenn Sport individualisiert betrieben wird
Hilft Stress abzubauen und fördert die Entspannung Verletzungsgefahr bei falscher Ausführung oder zu hohem Trainingspensum
Fördert besseren Schlaf und wirkt sich positiv auf Schlafstörungen aus Zeitlicher Aufwand und mögliche Konflikte mit anderen Verpflichtungen
Kann Angst reduzieren und zur Behandlung von Depressionen beitragen Druck und Erwartungen können bei Leistungssport negativen Stress verursachen
Erhöht die Kognition und schützt vor kognitivem Abbau im Alter Finanzielle Kosten für Ausrüstung oder Mitgliedschaften in Sportclubs

Bewegung als Stimmungsaufheller: Körperliche Aktivität gegen Depressionen

Depressionen sind weltweit eine der Hauptursachen für gesundheitliche Beeinträchtigungen. Erstaunlich ist, dass diverse Studien aufzeigen, wie körperliche Aktivität effektiv gegen depressive Verstimmungen helfen kann. Es geht sogar so weit, dass regelmäßige Bewegung als Ergänzung oder in manchen Fällen als Alternative zu traditionellen Therapieformen wie der Einnahme von Antidepressiva oder Psychotherapie angesehen wird.

Eine der Kernthesen, die die Wirksamkeit von körperlicher Betätigung beim Kampf gegen depressive Symptome unterstützt, ist die Verbesserung der psychosozialen Funktionen. Indem die Aktivität in einer Gruppe oder mit einem Partner ausgeführt wird, kann das Gefühl von Isolation und Einsamkeit, das oft mit Depressionen einhergeht, durchbrochen werden. Die soziale Komponente der körperlichen Aktivität bietet nicht nur Ablenkung, sondern fördert auch den Aufbau von unterstützenden sozialen Netzwerken.

Ein weiterer Punkt ist die Stärkung des Selbstwertgefühls. Wenn Menschen die durch Training gesetzten Ziele erreichen oder auch nur ihre eigene körperliche Leistung wahrnehmen, kann dies das Selbstbewusstsein fördern. Die damit einhergehende höhere Selbstachtung und die erzielten Erfolgserlebnisse bilden einen wichtigen Gegenspieler zu typischen depressiven Gedankenmustern des Versagens und der Minderwertigkeit.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass eine pauschale Empfehlung nicht ausreicht. Jeder Mensch ist unterschiedlich und daher muss ein individuell angepasster Plan für körperliche Aktivitäten entwickelt werden, der auf die Bedürfnisse und Vorlieben, aber auch auf das aktuelle Energielevel und die speziellen Symptome der Depression abgestimmt ist. Ratsam ist es daher, bei der Planung eines solchen Bewegungsprogramms professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Die Forschung zeigt, dass Bewegung ein wirkungsvolles natürliches Mittel gegen Depressionen sein kann. Doch es geht nicht nur um Forschungsergebnisse; vielmehr steht die Erfahrung unzähliger Menschen, die durch Bewegung einen Ausweg aus dem Dunkel der Depression gefunden haben, für die Kraft, die körperlicher Aktivität innewohnt. Dabei geht es weniger um hohe Intensität oder Leistungssport – regelmäßige, moderate Bewegung kann bereits eine große Wirkung entfalten.

Angstbewältigung durch Sport: Körperliche Aktivität als natürlicher Angstlöser

Angstzustände können das tägliche Leben stark beeinträchtigen, doch Sport und körperliche Aktivitäten können als natürliche Hilfsmittel bei der Angstbewältigung dienen. Durch sportliche Betätigung wird eine Reaktion des Körpers provoziert, die der bei Angstzuständen ähnelt – erhöhte Herzrate und gesteigerter Atem. Dieser Umstand kann dem Körper helfen, Angst besser zu verarbeiten und zu regulieren.

In diesem Zusammenhang sind die langfristigen Effekte von regulären, bewussten Bewegungen auf das Stressverarbeitungssystem des Körpers besonders relevant. Durch das Anheben des Stresslevels in kontrollierter Form beim Sport – eine Art der 'Desensibilisierung' – kann der Körper lernen, mit ähnlichen stressigen und angstbesetzten Situationen im Alltag gelassener umzugehen. Es ist ein Training der Toleranz gegenüber körperlichen Stresssymptomen, die mit Angst einhergehen.

Zusätzlich leistet das während der Bewegung verstärkte Atmen einen Beitrag zur Minderung von Angst. Atemübungen sind eine bewährte Methode zur Beruhigung, und die Vertiefung der Atmung während körperlicher Anstrengung kann diesem Effekt ähneln und somit ein Gefühl der Entspannung fördern. Das bewusste Wahrnehmen der Atmung während der Bewegung kann die Achtsamkeit erhöhen und die Aufmerksamkeit vom Angstauslöser wegleiten.

Es ist allerdings wichtig, auf die eigenen Grenzen zu achten und die Intensität der körperlichen Aktivität entsprechend anzupassen. Zu intensives Training kann das Gegenteil bewirken und Stress sowie Angstzustände eher verstärken. Eine ausgewogene Balance in der Trainingsroutine ist daher essenziell, um den angstlösenden Effekt von körperlicher Aktivität zu optimieren und das Wohlbefinden nachhaltig zu fördern.

Stressabbau und Entspannung: Die Rolle von körperlicher Aktivität

Stress ist eine allgegenwärtige Begleiterscheinung des modernen Lebens, doch körperliche Aktivität kann ein wirksames Instrument zum Abbau von Stress sein. Eng verbunden mit den Themen Angst und Depression, kann Stress sich negativ auf die psychische Gesundheit auswirken. Sportliche Betätigung hingegen aktiviert körperliche Prozesse, die eine entspannende Wirkung entfalten und das Stresslevel senken.

Ein wichtiger Mechanismus ist hierbei die Stimulierung des Parasympathikus. Dieser Teil des autonomen Nervensystems ist zuständig für die 'Ruhe-und-Verdauungs'-Aktivitäten und hilft dem Körper, sich nach Stressphasen zu erholen. Durch moderate Bewegung wird der Parasympathikus angeregt, was zur Folge hat, dass der Körper in einen Zustand der Entspannung gelangen kann.

Um den maximalen Effekt von Sport zur Stressreduktion zu erreichen, ist eine regelmäßige Bewegungsroutine empfehlenswert. Dies bedeutet nicht unbedingt den Besuch im Fitnessstudio – bereits regelmäßige Spaziergänge oder sanfte Yoga-Übungen können eine beruhigende Wirkung entfalten. Die Konstanz ist hierbei entscheidend, denn regelmäßiges Training baut ein Reservoir an Resilienz auf, das es dem Körper ermöglicht, in Stresssituationen angemessen zu reagieren.

Es ist empfehlenswert, einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen, bei dem die Bewegungseinheiten als Auszeiten betrachtet werden, in denen man bewusst auf die eigenen Bedürfnisse achtet. Diese Zeiträume der Selbstfürsorge tragen nicht nur zum körperlichen Wohlbefinden bei, sondern unterstützen auch die mentale Regeneration und das Erreichen einer inneren Balance.

Körperliche Aktivität als Prävention: Vorbeugen von psychischen Erkrankungen

Eine proaktive Herangehensweise ist oft der schlüssigste Weg, um gesundheitlichen Problemen vorzubeugen. Im Kontext psychischer Erkrankungen nimmt körperliche Aktivität eine zentrale Rolle ein. Nicht nur als Reaktion auf bestehende Beschwerden, sondern vielmehr als vorbeugende Maßnahme, um mentalen Herausforderungen entgegenzuwirken.

Untersuchungen offenbaren, dass Menschen, die sich kontinuierlich bewegen, tendenziell ein geringeres Risiko aufweisen, psychische Störungen wie Depressionen oder Angstzustände zu entwickeln. Dies wird auf die bereits diskutierten Vorteile zurückgeführt, wie die Stärkung des neuronalen Netzwerkes, die Balancierung von Stresshormonen und die Verbesserung der sozialen Integration.

Die präventiven Effekte sind dabei nicht exklusiv auf hochintensive Workouts beschränkt. Vielmehr ist es die Konstanz und Regelmäßigkeit, die eine nachweislich positive Auswirkung hat. Selbst moderate Aktivitäten wie Gartenarbeit, Tanzen oder Radfahren können, in die Alltagsroutine integriert, präventiv wirksam sein.

Vor diesem Hintergrund ist es essenziell, ein persönliches Bewegungsprofil zu entwickeln, das individuelle Vorlieben und Lebensumstände berücksichtigt. Ein regelmäßiges, angemessenes körperliches Training stellt somit eine wichtige Säule für die psychische Resilienz und die Vorbeugung von mentalen Gesundheitsproblemen dar.

Die richtige Dosis finden: Wie viel Bewegung ist gesund für die Psyche

Die Frage nach der optimalen Menge an körperlicher Aktivität zur Förderung der psychischen Gesundheit ist komplex, da sie stark von individuellen Faktoren abhängt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Erwachsene wöchentlich mindestens 150 Minuten mäßig intensive Aktivität oder 75 Minuten Aktivität mit hoher Intensität. Doch diese Richtwerte sind als allgemeine Leitlinien zu verstehen und müssen nicht zwingend den Bedarf jedes Individuums decken.

Für den psychischen Nutzen ist die Regelmäßigkeit entscheidend. Schon tägliche kurze Spaziergänge oder regelmäßige Pausen für Dehnübungen am Arbeitsplatz können positive Effekte haben. Wichtig ist, eine Dosis zu finden, die einerseits ausreicht, um die positiven Effekte zu spüren, aber andererseits nicht überfordert oder gar zu Übertraining führt.

Ein ausgewogener Trainingsplan berücksichtigt verschiedene Arten von Bewegung – von Ausdauer bis hin zu Krafttraining und Flexibilitätsübungen. Alternative Bewegungsformen wie Yoga oder Tai Chi, die körperliche mit meditativen Elementen verbinden, können ebenfalls wertvoll sein, um psychischen Druck zu mindern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

Letztlich ist es sinnvoll, auf die eigenen körperlichen Reaktionen und das emotionale Befinden zu hören. Die persönliche Wahrnehmung spielt eine wichtige Rolle, um die richtige Balance zwischen zu wenig und zu viel Sport zu finden. Das Ziel sollte sein, eine regelmäßige körperliche Aktivität zu etablieren, die Freude bereitet und als persönliche Bereicherung empfunden wird.

Langfristige Vorteile: Körperliche Aktivität für eine dauerhaft stabile psychische Gesundheit

Die Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf die psychische Gesundheit sind nicht nur kurzfristig spürbar, sondern bieten auch langfristige Vorteile. Wer dauerhaft in Bewegung bleibt, kann sein Risiko für die Entwicklung von chronischen psychischen Erkrankungen senken und ein stabileres psychisches Gleichgewicht bewahren.

Studien belegen, dass eine fortlaufende Aktivität das Wohlbefinden auch im höheren Alter fördert. Sie wirkt sich damit präventiv auf Erkrankungen wie Demenz und Alzheimer aus, indem sie den Geist aktiv und das Gedächtnis scharf hält. Weiterhin kann durch regelmäßige Bewegung der Schlaf verbessert werden, was wiederum eine essenzielle Komponente für eine gefestigte psychische Verfassung ist.

Eine langfristige Bindung an Sport und Bewegung trägt ebenfalls dazu bei, einem möglichen Rückfall in depressive Zustände vorzubeugen. Die kontinuierliche körperliche Betätigung stabilisiert die Stimmung und bietet somit einen Schutzschild gegen die Tiefen, die mit psychischen Schwankungen verbunden sein können.

Ein Leben mit regelmäßiger körperlicher Betätigung ist nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele ein Gewinn. Der Weg dorthin erfordert Disziplin und Motivation, doch die langfristigen Vorteile einer stabilen psychischen Gesundheit sind eine Investition, die sich mehrfach auszahlt.

Herausforderungen und Tipps: Wie man regelmäßige körperliche Aktivität in den Alltag integriert

Das Wissen um die positiven Auswirkungen körperlicher Betätigung ist weit verbreitet, doch die Umsetzung in den Alltag kann eine Herausforderung darstellen. Berufliche und persönliche Verpflichtungen lassen oft wenig Raum für regelmäßige sportliche Aktivitäten. Es bedarf daher praktikabler Strategien, um Bewegung zu einem festen Bestandteil des täglichen Lebens zu machen.

Ein wesentlicher Tipp ist die Integration von Bewegungseinheiten in bestehende Routinen. Statt mit dem Auto zu fahren, kann der Weg zur Arbeit vielleicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Treppensteigen statt Aufzug zu nutzen, ist eine weitere einfache Methode, um mehr Bewegung in den Tag zu bringen.

Zeitmanagement spielt eine kritische Rolle dabei, körperliche Aktivität fest im Kalender zu verankern. Planen Sie bewusste Zeitfenster für Sport ein, genau wie Sie es bei anderen wichtigen Terminen tun würden. Kurze Workouts oder auch bewegte Pausen während der Arbeit können bereits effektiv sein und lassen sich oft leichter in den Tag einbauen.

Um die Motivation aufrechtzuerhalten, kann es hilfreich sein, sich mit Gleichgesinnten zu verbinden. Gemeinsame Aktivitäten oder der Austausch in Sportgruppen stärken nicht nur die sozialen Bindungen, sondern fördern auch die Verbindlichkeit gegenüber den gesetzten Fitnesszielen.

Die Hürden, die einem bewegteren Leben im Wege stehen, sind überwindbar. Individuelle Lösungen, die der persönlichen Lebenssituation Rechnung tragen, sind der Schlüssel, um die zahlreichen Vorteile regelmäßiger körperlicher Aktivität zu genießen und damit die psychische Gesundheit nachhaltig zu stärken.

Fazit: Zusammenfassung der Bedeutung von körperlicher Aktivität für die psychische Gesundheit

Abschließend lässt sich festhalten, dass die Bedeutung von körperlicher Aktivität für die psychische Gesundheit nicht hoch genug einzuschätzen ist. Regelmäßige Bewegung wirkt sich nachweislich positiv auf das emotionale Wohlbefinden aus, hilft bei der Bewältigung von Stress und Angst und kann präventiv gegen die Entwicklung von psychischen Erkrankungen wirken. Zudem fördert sie den Aufbau von Resilienz und unterstützt die psychosoziale Gesundheit.

Wünschenswert ist eine individuell angepasste Routine, die sowohl Freude bereitet als auch in den Alltag integriert werden kann, um so die Hürden für eine regelmäßige Ausübung zu minimieren. Die wissenschaftliche Forschung zusammen mit den positiven Erfahrungen vieler Menschen stellen einen starken Anreiz dar, um Bewegung zu einem festen Bestandteil des Lebens zu machen.

Der Schlüssel für dauerhafte gesundheitliche Erfolge liegt in der Konsequenz und der richtigen Dosierung. Es geht nicht darum, Höchstleistungen zu erzielen, sondern in Bewegung zu bleiben und so Harmonie zwischen Körper und Geist zu fördern. Jeder Schritt zählt und trägt zu einer verbesserten Lebensqualität und größerem psychischen Gleichgewicht bei.


FAQ: Körperliche Aktivität als Schlüssel zur mentalen Gesundheit

Wie beeinflusst regelmäßige körperliche Aktivität die psychische Gesundheit?

Regelmäßige körperliche Betätigung kann positive Effekte auf die psychische Gesundheit haben, wie zum Beispiel Stressabbau, Verbesserung der Stimmung und Angstreduktion. Sie unterstützt die Ausgeglichenheit von Neurotransmittern im Gehirn, fördert das Selbstbewusstsein und die Resilienz gegenüber Stress.

Kann körperliche Aktivität bei der Behandlung von Depressionen unterstützen?

Ja, Studien belegen, dass körperliche Aktivität depressive Symptome lindern kann. Sie wird oft als ergänzende Maßnahme zu medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlungen eingesetzt und kann helfen, das Selbstwertgefühl zu stärken und sozialen Rückzug zu vermindern.

Wie kann Sport bei der Bewältigung von Angstzuständen helfen?

Sport kann durch körperliche Anstrengung zur Stressbewältigung beitragen und einen Zustand der Entspannung fördern. Die körperlichen Reaktionen auf Sport ähneln denen in Angstsituationen, was eine Desensibilisierung gegenüber Angstsymptomen bewirken und die Toleranz gegenüber Stress erhöhen kann.

In welcher Weise trägt körperliche Aktivität zur Stressprävention bei?

Regelmäßige Bewegung stimuliert den Parasympathikus und fördert damit Erholung und Entspannung. Sie kann das Gleichgewicht von Stresshormonen verbessern und somit die Fähigkeit, auf stressige Situationen besser zu reagieren und Stress langfristig zu reduzieren.

Wird empfohlen, Sport zur Prävention psychischer Erkrankungen zu treiben?

Ja, körperliche Aktivität gilt als wichtige präventive Maßnahme gegen psychische Erkrankungen. Sie unterstützt die kognitive Gesundheit, fördert soziale Kontakte und hilft bei der Aufrechterhaltung eines ausgeglichenen Hormonhaushaltes, was präventiv gegen psychische Störungen wie Depressionen und Angstzustände wirken kann.

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Zusammenfassung des Artikels

Körperliche Aktivität verbessert nicht nur die physische Gesundheit, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die psychische Verfassung, indem sie unter anderem Endorphine freisetzt und Stress reduziert. Wissenschaftlich wird dies durch Mechanismen wie Neurotransmitter-Balance, erhöhte Blutzirkulation im Gehirn und Training der Stressregulationsachse des Körpers belegt.

Nützliche Tipps zum Thema:

  1. Beginnen Sie mit kleinen Schritten: Integrieren Sie Bewegung in Ihren Alltag, indem Sie einfache Änderungen vornehmen, wie das Benutzen der Treppe statt des Aufzugs oder kurze Spaziergänge in den Pausen.
  2. Finden Sie eine Aktivität, die Ihnen Freude bereitet: Ob Tanzen, Wandern oder ein Team-Sport, wichtig ist, dass Sie sich auf die Bewegung freuen und sie nicht als Pflicht empfinden.
  3. Setzen Sie sich realistische Ziele: Steigern Sie die Intensität und Dauer Ihrer Aktivitäten langsam, um Übertraining und Erschöpfung zu vermeiden und langfristig dranzubleiben.
  4. Bauen Sie ein soziales Netzwerk auf: Verabreden Sie sich zum Sport mit Freunden oder treten Sie einer Gruppe bei, um die Motivation hochzuhalten und soziale Kontakte zu pflegen.
  5. Beachten Sie Ihr persönliches Wohlbefinden: Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers und Geistes. Wenn Sie sich überfordert fühlen, passen Sie Ihr Trainingspensum entsprechend an.